* EUropäische Grenzen - Veranstaltungsreihe im Klapperfeldgefängnis
* //Diskussionsveranstaltung zur Rolle von Frontex und privater Sicherheitsfirmen bei der Entwicklung
des europäischen Grenzregimes, mit Maximilian Pichl, Sebastian Wolff (beide Staatsprojekt Europa) und
Simon Sontowski (Uni Zürich)
* Samstag, 26. Januar ab 16 Uhr im Klapperfeld

Am konkreten Beispiel des spanischen Grenzregimes wird der Frage nachgegangen, wie "Grenzschutz" tagtäglich durch
wen organisiert wird. Welche Bedeutung kommt dabei - aktuell und perspektivisch - EUropäischen Agentur Frontex zu?
Handelt es sich hier um einen klassischen Polizeiapparat im Entstehen oder erfüllt die Agentur (zukünftig) ganz andere
Aufgaben? Was bedeuten diese Entwicklungen aus herrschaftskritischer Perspektive? Und welche Rolle spielen
private Sicherheitsfirmen, die an der Entwicklung, Produktion und Implementierung von neuen Technologien der
Grenzkontrolle beteiligt sind?

Mehr Infos:

http://faitesvotrejeu.blogsport.de/2012/12/21/programm-januar-2013/


* Closed Sea/Mare Chiuso - Filvorführung zur Europäischen Migrationspolitik
*// Mittwoch, 24. Oktober 2012 um 20:30 Uhr im Pupille-Kino, Festsaal des Studierendenhauses,
Campus Bockenheim, Uni Frankfurt

EINTRITT FREI

Bei der Kontrolle ihrer südlichen Grenzen setzt die Europäische Union zunehmend auf die Einbindung afrikanischer
Länder: Gegen Geldzahlungen, Investitionszusagen und Visa-Erleichterungen gehen Staaten wie Libyen
oder Mauretanien Kooperationsverträge mit der EU bzw. einzelnen EU-Mitgliedsländern ein. Darin verpflichten sie '
sich dazu, Menschen, die versuchen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, mit Booten abzufangen und
nach Afrika zurückzuschieben bzw. diese von ihren Vertragspartner_innen zurückzunehmen. So wurden etwa auf
der Basis des italienisch-libyschen "Freundschaftsvertrags" zwischen 2009 und 2010 auf dem Mittelmeer hunderte
Migrant_innen von italienischen "Sicherheitskräften" auf Hoher See abgefangen und zurück nach Libyen gebracht,
wo sie inhaftiert wurden.

Mit ihrem 60minütigen Film (Amharisch/Tigrinya/Somali mit englischen Untertiteln) gehen der italienische Journalist
Stefano Liberti und der Kommunikationssoziologe Andre Segre den Auswirkungen dieser Politik auf die Spur: Im
Frühjahr 2011 machten sie im tunesischen Flüchtlingslager Shousha einige Menschen ausfindig, die von dieser
Zurückweisungspraxis Italiens betroffen waren und in Interviews schildern, was dies für sie bedeutet.
Parallel dokumentiert der Film einen Prozess gegen diese noch relativ neue Form der „Zusammenarbeit“ vor dem
Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte: Im Namen von 24 Migrant_innen war im Jahr 2009 Klage gegen
Italien eingereicht worden; im Februar 2012 folgte das Urteil.

Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es die Möglichkeit zu einem Gespräch (auf Englisch) mit dem
Regisseur Stefano Liberti [http://www.rotbuch.de/autoren-3/autor/867-stefano-liberti.html], der sich seit Jahren
auch als Journalist und Autor mit dem Thema Migration auseinandersetzt.

Die Filmvorführung wird organisiert vom Forschungsprojekt „Staatsprojekt Europa“ im Arbeitskreis Staatstheorie
am Institut für Sozialforschung, in Kooperation mit der pupille e.V. und mit Unterstützung vom AStA der
Universität Frankfurt. Der Eintritt ist frei.

Mehr Informationen finden sich auf der englischsprachigen Seite des Films:
http://closed-sea.blogspot.de/2012/03/synopsis-credits.html

Link zum Trailer:
http://www.zalab.org/newsite/en/chi-siamo/english-closed-sea-english-trailer/

Rezension des Films in der New York Times:
http://www.nytimes.com/2012/04/03/arts/03iht-docu03.html?pagewanted=all



* Buch-Preview: "Möglichkeiten und Grenzen politischer und juridischer Interventionen:
Freitag, 12. Oktober 2012, 19 Uhr im Klapperfeld, Klapperfeldstraße 5 Frankfurt am Main

Die Dublin II-Verordnung regelt, dass immer der EU-Staat für den Asylantrag eines Flüchtlings zuständig ist, über
welchen die Einreise in die EU stattgefunden hat. Durch diese Zuständigkeitsbestimmung entziehen sich die
nordeuropäischen Länder ihrer Verantwortung, was zu dramatischen Verhältnissen in den Ländern an den
EU-Außengrenzen führt. Doch inzwischen lässt sich von einer Krise der Dublin II-Praxis sprechen. Im Vortrag
werden diese Krise erläutert, sowie Möglichkeiten widerständiger politischer und juridischer Intervention gegen
diese Praxis dargestellt. Anhand des Prozesses der gesellschaftlichen und juridischen Auseinandersetzung werden
wir zeigen, wie eine Veränderung der Dublin II-Praxis im Sinne einer Stärkung des Flüchtlingsschutzes möglich wurde
und wo die Grenzen solcher Strategien liegen.

Ein den Vortrag vertiefender Artikel wird in der Abschlusspublikation des Forschungs­projekts
»Staatsprojekt Europa« (staatsprojekt-europa.eu) Anfang 2013 veröffentlicht.


Veranstaltung im Rahmen der GegenBuchMasse
(gegenbuchmasse.de).




* "Book-Release": Die Krise von E bis U
*// Mittwoch, 20. Juni 2012, Regenbogenfabrik Berlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 22
Buchvorstellung und Magazin-Release von prager frühling,
Forschungsgruppe „Staatsprojekt Europa“ und FSI OSI.

* Kolja Möller (Redaktion prager frühling)
* Fabian Georgi (Institut für Sozialforschung, Frankfurt a.M.)
* Anna (Interventionistische Linke)
Moderation: Alexandra Heiter (FSI OSI)

Mehr als zwei Jahren dauert die „Euro-Krise“ an. Die Debatten
über Ursachen und Krisenlösungen sind unübersichtlich
und widersprüchlich. Eine klare linke Perspektive lässt sich
nicht erkennen. Die Veranstaltung nimmt die Publikation des
Sammelbandes „Die EU in Krise“ und die neue prager frühling-
Ausgabe zum Anlass, um nachzufragen, welche Probleme und
Analysen Bewegungslinke und kritische Wissenschaft umtreiben

Kolja Möller stellt die Juni-Ausgabe des prager frühlings vor
(http://www.prager-fruehling-magazin.de/).
Er fasst die zentralen Thesen der Redaktion zu den
autoritären Tendenzen in der Krise zusammen und skizziert
Umrisse eines linken europäischen Gegenprojekts, eines
popularen Programms in der Euro-Krise.

Fabian Georgi präsentiert das neue Buch der Forschungsgruppe
‚Staatsprojekt Europa‘: „Die EU in der Krise. Zwischen autoritärem
Etatismus und europäischem Frühling“
(http://www.dampfboot-verlag.de/buecher/898-7.html). Er beschreibt den
theoretischen Ansatz der Forschungsgruppe und analysiert die
hegemoniestrategischen Konfliktlinien hinter der Krise der EU.

Anna (IL) reflektiert und bewertet die Krisenproteste der
letzten Monate, von M31 bis Blockupy, und sie stellt Ideen zur
Diskussion, wie es für die sozialen Bewegungen in Deutschland
nach Blockupy aktivistisch und organisatorisch weitergehen kann.

* "Book-Release": Die EU in der Krise - Zwischen autoritärem Etatismus und europäischem Frühling
*// Donnerstag, 31. Mai 2012, Keplergebäude K 033 C, Johannes Kepler Universität Linz


Buchpräsentation und Diskussion mit AutorInnen

Pia Eberhardt, Corporate Europe
Observatory (Brüssel): Lobbyismus und
europäische Postdemokratie – Einblicke in
den EU-Staats-Zivilgesellschaftskomplex

Lukas Oberndorfer, juridikum und
Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung:
Hegemoniekrise in Europa:
Economic Governance und Fiskalpakt –
Elemente einer autoritären Wende?

Roland Atzmüller, TSS,
Institut für Soziologie:
Moderation und Einleitung

Der europäische Integrationsprozess wird
durch eine Reihe von Krisen erschüttert:
Euro-Krise, Staatskrisen, der Legitimationsverlust
der EU sowie das Fehlen eines neuen
populären europäischen Projektes.
In vielen europäischen Staaten nehmen die sozialen
Kämpfe gegen die Sparpolitik der europäischen
Regierungen und eine Abwälzung der Krisenfolgen
nach unten zu. Bei den jüngsten Wahlen in
Frankreich, Großbritannien, Griechenland wurden
die Vertreter der Austeritätsprogramme abgestraft.
Der vorliegende Band der Assoziation für
kritische Gesellschaftsforschung (AkG) und der
Forschungsgruppe Staatsprojekt Europa untersucht
aus unterschiedlichen Perspektiven Hintergründe
und Dynamiken der Krise. Er diskutiert außerdem
emanzipatorische Strategien für ein anderes Europa
und die Perspektiven sozialer Bewegungen gegen
die zunehmenden autoritären Krisenbewältigungsstrategien.

Veranstalter_innen: AkG, Beigewum, juridikum, Institut für Soziologie der JKU (Abteilungen TSS, PEF, WOS)

* "Book-Release": Die EU in der Krise - Zwischen autoritärem Etatismus und
europäischem Frühling
*// Donnerstag, 26. April 2012, Karl-Marx-Buchhandlung Frankfurt am Main
Jordanstraße 11

Vortrag zur Euro Krise mit Sonja Buckel und Jens Wissel

Der europäische Integrationsprozess wird durch eine massive
„Vielfachkrise“ erschüttert: Euro-Krise, Staatskrisen, der
Legitimationsverlust der EU sowie das Fehlen eines neuen populären
europäischen Projektes. Die sozialen Kämpfe gegen eine Abwälzung der
Krisenfolgen nach unten und für eine weitgehende Demokratisierung der
Gesellschaft eskalieren zunehmend. Der Beitrag der
sozialwissenschaftlichen 'Europaforschung' zum kritischen Verständnis
dieser Entwicklungen ist marginal. Der vorliegende Band der Assoziation
für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) und der Forschungsgruppe
Staatsprojekt Europa reagiert auf diese Leerstellen. Im Rahmen einer
intersektionalen Kapitalismusanalyse untersuchen die Beiträge aus
unterschiedlichen Perspektiven Hintergründe und Dynamik der Krise und
diskutieren emanzipatorische Strategien für ein anderes Europa.
Anlässlich der Buchvorstellung referieren Sonja Buckel und Jens Wissel
MitherausgeberInnen und AutorInnen des Bandes, über die Kräfteverhältnisse
in der aktuellen Euro-Krise.

Ein weiterer Book-Release findet in Marburg am 11. April um 20:30 statt, Ort:
Cafè am Grün (Am Grün 28-30)



* "Arbeitskreis Staatstheorie" am Institut für Sozialforschung
*// Donnerstag, 08. März, 18:30, Sitzungsraum I//*

***/ Postkoloniale Perspektiven auf 'Entwicklung' / ***

Vortrag und Diskussion mit PD Dr. Aram Ziai (Universität Hamburg):


Postkoloniale Studien thematisieren die Nachwirkungen des Kolonialismus insbesondere auf der Ebene von
Repräsentationen und Identitäten. Der Vortrag will zunächst ihre Notwendigkeit erläutern und anschließend
einige der wichtigsten postkolonialen TheoretikerInnen und Konzepte vorstellen. Einige Kritikpunkte an den
postkolonialen Studien werden diskutiert und im Schlussteil wird an Beispielen ihre Perspektive auf das Feld
der Entwicklungspolitik dargelegt.

Dr. Aram Ziai ist Politikwissenschaftlicher an der Universität Hamburg und zurzeit Senior Researcher am
Zentrum für Entwicklungsforschung Bonn. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Nord-Süd Beziehungen und
Entwicklungspolitik; Globalisierung, Global Governance und Globalisierungskritik sowie Postkolonialen
poststrukturalistischen, feministischen und kritischen Theorien. 2010 gab er (gemeinsam mit Matthias Ebenau,
Hannah Franzki, Kwesi Aikins) eine Sonderausgabe der Prokla zu "Postkoloniale Studien als kritische Sozialwissenschaft"
(Nr. 158) heraus.

*/ Der AK findet im Institut für Sozialforschung, Senckenberganlage 26, in Sitzungsraum I statt. /*




*"Arbeitskreis Staatstheorie" am Institut für Sozialforschung Frankfurt
am Main*

*// Donnerstag, 09.Februar, 18.30 Uhr, Sitzungsraum I //*

***/ Zur Kritik der Migrationspolitik. Noborder und Kritische Theorie / ***
Vortrag und Diskussion mit Fabian Georgi (Institut für Sozialforschung Ffm)



Seit Jahrzehnten verschärfen die Industriestaaten des Globalen Nordens
ihre Migrationskontrollen. Tausende von Toten fordert ihr unerklärter
Krieg gegen Flüchtlinge und Wanderarbeiter_innen Jahr für Jahr.
Obgleich es ihnen nicht gelingt, die subalterne Mobilität zu
stoppen, illegalisieren und entrechten sie Millionen. Sie überziehen
die Erde mit Visaregimen, Abschniebeknästen und biometrischen
Kontrollen und sie träumen davon, menschliche Mobilität zu
,managen'. Scheinbar konsequenzlos nehmen sie die tödlichen
Folgen in Kauf. Der gedankenlose Eifer mit dem sie dies tun,
irritiert und verstört.

Seit Jahrzehnten kritisieren nicht nur NGOs und Wissenschaftler_innen
diese Politik im Namen von Flüchtlingsschutz und Menschenrechten.
Dabei affirmieren sie Migrationskontrollen als grundsätzlich
legitim. Sie fordern, die Kontrollen mit Geist und Buchstaben der
Menschenrechte in Übereinstimmung zu bringen. Doch ihre "sentimental
humanitäre Sprache", so formulierte schon Hannah Arendt polemisch,
unterscheidet "sich oft nur um ein geringes von den Broschüren der
Tierschutzvereine". Migrantische Basisorganisationen und
antirassistische Gruppen kritisieren radikaler. Sie fordern ,Papiere
für Alle' und ,No Border! No Nation!'. Sie  stellen
Migrationskontrollen grundlegend in Frage. Ihr Ziel ist die
Abschaffung nationalstaatlicher Grenzen, globale Bewegungsfreiheit
und gleiche Rechte für alle -- überall.

Was diese Forderungen konkret bedeuten, bleibt häufig unklar. Wie kann
man sich eine ,Welt ohne Grenzen' vorstellen? Wie begründet man
dieses Ziel gegen die unweigerliche Ablehnung? Wie hängen
Migrationskontrollen und Kapitalismus zusammen und wie somit die
Kämpfe gegen sie? Der Vortrag nimmt die Kritische Theorie der
Frankfurter Schule zum Ausgangspunkt, um sich Antworten auf diese
Fragen zu nähern. Ausgehend von einer Reflexion bestehender
Kritikmuster, entfaltet er ein negatives ,Existenzialurteil' über
die Kontrollen. Dieses Urteil stützt sich auf ihre immanente Kritik
und auf ihre radikale, historisch-materialistische
Kontextualisierung.

*/ Der AK findet im Institut für Sozialforschung, Senckenberganlage
26, in Sitzungsraum I statt. /*



*"Arbeitskreis Staatstheorie" am Institut für Sozialforschung Frankfurt am Main*

*// Donnerstag, 12.Januar, 18.30 Uhr, Sitzungsraum I //*


***/ Legitimationsprobleme der europäischen Grenzschutzagentur Frontex – Zum Agenturcharakter von Frontex / ***

Vortrag und Diskussion mit Jana Rieckmann (Universität Flensburg), Kommentierung: Sonja Buckel
(Forschungsprojekt: Staatsprojekt Europa)

Nach Schätzungen von Fortress Europe sind seit 1988 ca.18.000 Menschen an der Außengrenze der EU um Leben
gekommen. Allein im Jahr 2011 starben über 2000 Menschen bei dem Versuch, die gemeinsame Außengrenze der EU
Mitgliedsstaaten zu überqueren. Trotz dieser Zahlen setzt die EU weiter auf eine Politik der Grenzkontrolle und
-abschottung. Ein wichtiger Akteur in diesem Szenario ist die Grenzschutzagentur Frontex, deren Hauptaufgabe
nach eigenen Angaben in der „Koordination der operativen Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten im Bereich
Grenzsicherheit“ liegt. Bei dieser und anderen Aufgaben offenbart die Agentur jedoch besorgniserregende Defizite,
sowohl was ihre Arbeitsweise betrifft sowie auch in Bezug auf ihre Errichtung als unabhängige EU-Agentur. Diese
Defizite stellen die Legitimation der Agentur grundsätzlich in Frage. Wie der Vortrag zeigen wird, besteht in der
Unabhängigkeit von EU-Agenturen an sich bereits ein Legitimationsproblem. Bezogen auf die Aufgaben und Befugnisse
von Frontex jedoch, nimmt diese dramatische Ausmaße an.

Der Vortrag nimmt besonders die unabhängige Position von Frontex innerhalb der EU-Institutionen in den Blick.
Der erste Teil wird daher nur kurz auf die Aufgaben und Arbeitsweise von Frontex eingehen.
Der zweite Teil wird dann die unabhängige Stellung der Agenturen unter besonderer Bezugnahme auf Frontex näher
beleuchten und analysieren.  /***

*/ Der AK findet im Institut für Sozialforschung, Senckenberganlage 26, in Sitzungsraum I statt. /*

 



**"KAPITALISMUS AUFBRECHEN!" Risse erweitern
in-gegen-und-jenseits-des-Kapitalismus **


Vortrag von und Diskussion mit JOHN HOLLOWAY & STEFANIE HÜRTGEN


// Freitag, 09. Dezember 2011, 20.00 Uhr (c.t.)
Institut für Vergleichende Irrelevanz (IVI)
Kettenhofweg 130
60325 Frankfurt



John Holloways Aufforderung "die Welt zu verändern, ohne die Macht zu
übernehmen" führte zu einer weltweiten Diskussion um Methoden, mit denen
der Kapitalismus überwunden werden kann. In seinem neuen Buch
"Kapitalismus aufbrechen" entwickelt er die Diskussion weiter, wie hier
und heute grundlegende Veränderungen zu erreichen sind.
Anstatt die scheinbare Stabilität des Kapitalismus in den Vordergrund zu
stellen, geht es für Holloway um die Instabilität, um die Risse, die wir
dem Kapitalismus abtrotzen. Wie können diese Risse zu sich erweiternden
Breschen gemacht werden? Dabei geht es um die Vorstellung eines
Widerstands, der im Alltag des entfremdeten menschlichen Lebens
begründet ist. Die Frage nach der Revolution ist nicht, wie der
Kapitalismus endgültig zerstört werden kann, sondern, wie sich
verhindern lässt, dass er immer wieder reproduziert wird und wie unsere
Praxen sich verändern müssen, damit wir diese Reproduktion beenden.
Die Kritik der Arbeit, des Staats und der Parteiform nehmen in seiner
Theorie eine besondere Rolle ein und die positiv-kritische Bezugnahme
auf den Zapatismus stellt eine zentrale Facette seines Denkens dar. Wie
erschaffen wir eine andere Welt? Indem wir den Kapitalismus aufbrechen:
Risse erzeugen, Augenblicke und Räume des Widerstands erschaffen, in
denen wir auf eine andere Art handeln, in einer anderen Weise Sachen
tun, mit denen wir einen Kampf um die Würde führen.

In einem Kommentar will Stefanie Hürtgen wichtige Denkanstöße für eine
linke Theorie und Praxis herausstreichen. Diese bestehen aus ihrer Sicht
vor allem darin, dass John Holloway nicht abstrakt "die Systemfrage"
stellt, sondern - analytisch über den Begriff "Arbeit" im Kapitalismus -
nach "Tätigsein" und damit nach der praktischen Herstellung von sozialen
Verhältnissen fragt, und zwar durch "uns" in einem weiten und
emphatischen Sinne. In dieser Perspektive geht es weniger um "linke
Politik", die allzu oft als den Verhältnissen äußerlich gedacht wird,
sondern um Wahrnehmung, Reflexion und Veränderung (unseres) alltäglichen
Handelns.
Ihre Kritik setzt an der Frage an, wie von den "Rissen" in der
kapitalistischen Gesellschaft gedanklich und praktisch zu einer
Selbstvergesellschaftung von "Tätigsein" gelangt werden kann. Der völlig
richtige Verweis darauf, dass wir in entfremdeter, abstrakter Arbeit
nicht aufgehen, sondern immer auch konkrete und soziale Tätige sind,
reiche nicht aus.


John Holloway lehrt an der Benemérita Universidad Autónoma de Puebla
(BUAP) in Puebla/Mexiko. Aus der Tradition des Open Marxism kommend, hat
er, inspiriert von kritischer Theorie und italienischem Operaismus, die
marxistische Theorie in zentralen Bereichen mit weiterentwickelt.

Stefanie Hürtgen ist Mitarbeiterin am Institut für Sozialforschung und
Dozentin an verschiedenen Unis sowie in der politischen und
gewerkschaftlichen Erwachsenenbildung.



*"Arbeitskreis Staatstheorie" am Institut für Sozialforschung Frankfurt
am Main*

*// Donnerstag, 08. Dezember 2011, 18.30 Uhr //*


***/ Reskalierung Europas durch Recht / ***

Vortrag und Diskussion mit Tino Petzold (Universität Frankfurt),
Kommentierung: Sonja Buckel (Forschungsprojekt: Staatsprojekt Europa)


Die scale-Debatte hat überzeugend herausgearbeitet, dass maßstäbliche
Differenzierungen sozialer Praxis bspw. in lokal, national oder global
einen wichtigen Aspekt in der (Re-)Produktion gesellschaftlicher
Verhältnisse darstellen. Diskutiert wurden dabei im Wesentlichen
Auseinandersetzungen auf ökonomischem und politischem Terrain. Im
Vortrag werde ich mich hingegen rechtlichen Aspekten der Produktion
räumlicher Maßstäblichkeit zuwenden.
Zum einen schreiben sich viele Reskalierungen, wie sie bspw. im Zuge der
Glokalisierung zu beobachten sind, ins Recht ein. Reskalierungen werden
daher durch Recht stabilisiert oder „eingefroren“ und zugleich gehen
strukturierende Effekte multiskalarer Konfigurationen vom Recht aus. Zum
anderen werden Reskalierungen auch auf rechtlichem Terrain, bspw. in
Gerichtsprozessen, ausgefochten – d.h. Recht ist in der
Redimensionierung sozialer Praxis involviert.
Den möglichen Gewinn einer solchen Verbindung von Rechtsform und
räumlicher Maßstäblichkeit will ich am Beispiel der frühen Integration
der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in den 1950er und 60er Jahren
diskutieren. Im Fokus stehen dabei insbesondere zwei Grundsatzurteile
des Europäischen Gerichtshof, „Van Gend en Loos“ und „Costa/ENEL“. Ich
werde vorschlagen, diese Entscheidungen als zwei frühe Momente der
doppelten Verselbständigung der europäischen Rechtsform zu verstehen:
Erstens im Sinne der Herausbildung einer relational autonomen Rechtsform
und zweitens im Sinne der Produktion einer dominanten europäischen
Maßstabsebene.

Tino Petzold ist Humangeograph und arbeitet und forscht am Institut für
Humangeographie der Universität Frankfurt

*/ Der AK findet im Institut für Sozialforschung, Senckenberganlage
26, in Sitzungsraum I statt. /*




*"Arbeitskreis Staatstheorie" am Institut für Sozialforschung Frankfurt am Main*


Der Arbeitskreis startet in ein neues Semester am ...

*// Donnerstag, 10. November 2011, 18.30 Uhr //*

***/ Neoliberal Migration Policy – A Neogramscian Perspective on EU Mobility Partnerships / ***

Vortrag und Diskussion mit Julia Maisenbacher (Universität Luzern), Kommentierung: Jens Wissel
(Forschungsprojekt: Staatsprojekt Europa)


2008 und 2009 wurden sogenannte EU Mobilitätspartnerschaften (EU MPs) mit Moldawien und Georgien abgeschlossen.
Die Partnerschaften beruhen auf rechtlich nicht bindenden gemeinsamen Erklärungen der Partnerstaaten. Sie beinhalten  einen
informellen Dialog zwischen den Repräsentanten der involvierten Stellen sowie Implementierungsprojekte. Die politische
Zusammenarbeit  im  Rahmen  der Partnerschaften umfasst  die Politikbereiche  der  regulären Migration,  die Bekämpfung
irregulärer Migration sowie den Nexus zwischen Migration und Entwicklung. Ein Großteil der bestehenden Forschung zu den EU MPs
interessiert sich für die Machtdimension der Partnerschaften. Zu diesem Zweck wurde bislang entweder vor allem mit einem
Foucaultschen Machtkonzept oder mit dem Ansatz des Transgouvernementalen Neztwerk Regierens (TGN) gearbeitet.

Es wird argumentiert, dass beide Ansätze die Machtdimension der EU MPs nicht ausreichend erfassen können. Während der
Foucaultsche Ansatz dazu neigt Machteffekte zu vernachlässigen, die nicht diskursiv sind, überschätzt der Zweite den inklusiven
und konsensualen Charakter der TGN Governance, auf der  die  Partnerschaften beruhen. Um zu einem besseren Verständnis der
Machtdimension der EU MPs  beizutragen verwendet  der Beitrag einen neogramscianischen Analyserahmen. Auf der Basis des
Konzepts neoliberaler Hegemonie werden die EU MPs im Kontext breiterer sozio-ökonomischer Machtverhältnisse zwischen der
EU und den Partnerstaaten, die sich beispielsweise in der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) manifestieren, analysiert.

Das grundlegende Prinzip des neogramscianischen Machtverständnisses ist die Annahme, dass seit den 1970er politische Prozess
mehr und mehr von neoliberaler Hegemonie geprägt sind. Dies hat eine zunehmende Flexibilisierung von Arbeits- und
Produktionsprozessen
zur Folge. Alle Politik- und Neoliberale Migrationspolitik ist durch die Konsolidierung der neuen internationalen Arbeitsteilung
gekennzeichnet und fügt sich in die neoliberale Umstrukturierung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse ein.

Das Hauptargument des Beitrags ist, dass die EU MPs zur Reproduktion neoliberaler Migrationspolitik durch die Aufrechterhaltung der
sozio-ökonomischen Machtverhältnisse zwischen den EU Staaten und den peripheren Partnerländern Georgien und Moldawien
beitragen.
Dies umfasst die selektive Liberalisierungspolitik der EU, welche eine einseitige Fokussierung auf die Liberalisierung von Handel und
Kapital zur Integration der peripheren Staaten in den Weltmarkt verfolgt und gleichzeitig von einer de-Liberalisierung der Personen
Mobilität begleitet wird. Dieses Ungleichgewicht wurde bereits durch die ENP etabliert und wird nun durch die EU MPs weiter
verstärkt.
Die geringen Bemühungen zur Bereitstellung legaler Einwanderung im Rahmen der EU MPs sind auf die Etablierung von sogenannten
‚circular migration schemes‘ beschränkt. Diese entsprechen der Flexibilisierung des Arbeitsprozesses im Zeitalter neoliberaler
Hegemonie, da sie lediglich die produktiven Seiten der Arbeitskraft liberalisieren. Alle reproduktiven Phasen wie Ausbildung,
Krankheit und Rente werden hingegen in den peripheren Sendestaaten belassen. /***

>> Julia Maisenbach ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet und forscht am politikwissenschaftlichen Seminar der Universität
Luzern/Schweiz.<<

*/ Der AK findet im Institut für Sozialforschung, Senckenberganlage 26, in Sitzungsraum I statt. /*

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* Termine des Arbeitskreis Staatstheorie im Wintersemester 2011/2012


8.12.2011: Tino Petzold (Universität Frankfurt) Reskalierung Europas durch Recht

12.01.2012: Jana Riekmann (Universität Flensburg): Zum Agenturcharakter von Frontex

9.12.2012: Fabian Georgi (IfS): Zur Kritik der Migrationspolitik. NoBorder und materialistische Theorie

8.3.2012: Dr. Aram Ziai (Universität Hamburg) Postkoloniale Perspektiven auf Entwicklung


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*Kämpfe um die institutionelle Struktur der EU in der Krise
Tagung der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) *

// 29. September bis 2. Oktober 2011, Frankfurt am Main
***/ Campus Bockehnheim (Studierendenhaus, Mertonstraße 26-28 + Institut für Sozialforschung,
Senckenberganlage 26)
/***

Der europäische Integrationsprozess befindet sich in einer massiven Krise: die Euro-Krise und die Staatskrisen in
Griechenland, Spanien, Portugal, Italien und weiteren Ländern, die Krise des politischen Integrationsprozesses, der
Legitimationsverlust der EU und das völlige Fehlen, eines neuen europäischen Projektes. Vor dem Hintergrund dieser
„Vielfachkrise“, eskalieren vor allem in den am stärksten betroffenen Ländern die gesellschaftlichen Auseinander-
setzungen.  Doch dies betrifft nicht nur die Demokratiebewegungen Südeuropas gegen die neoliberale Austeritätspolitik.
Rechtspopulistische und faschistische Bewegungen bestimmen reaktionäre und anti-europäische Krisenreaktionen u.a.
in Finnland, Dänemark, Ungarn und den Niederlanden. Ob die Europäische Union diese Krisen überleben wird, lässt sich
zurzeit nicht sagen. Während die neoliberale Integrationsweise der EU sich weiter radikalisiert, wird deutlich, dass sie
keine plausiblen Antworten auf die Krise geben kann. Im Gegenteil, neoliberale Politik wirkt krisenverstärkend.

Der Beitrag der sozialwissenschaftlicher „Europaforschung“ zur kritischen Analyse dieser Entwicklungen ist marginal.
Herrschaftskritische Ansätze sind hier randständig, auch weil sie die Rolle der EU lange Zeit unterschätzt haben.
Die AkG-Tagung reagiert auf diese Leerstelle. Vor dem Hintergrund der massiven und multiplen Krisen, führt sie
unterschiedliche kritische Perspektiven auf den europäischen Integrationsprozess zusammen. Ziel der Tagung ist es,
den Strang einer kritische Europaforschung aufzugreifen und weiterzuentwickeln.

Die Vielfachkrise macht eine Analyse notwendig, in der die unterschiedlichen gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnisse
beleuchtet werden, welche die Krise des europäischen Integrationsprozess strukturieren. Deshalb wird die Tagung die
Krise der EU aus der Perspektive einer intersektionalen Kapitalismusanalyse untersuchen. Sie beginnt am Donnerstag
(29.9.2011) mit einer Auftaktveranstaltung, bei der – als Grundlegung für die gesamte Tagung – der Debattenverlauf
der sozialen Bewegungen über Klasse/Geschlecht/Race/Sexualität rekonstruiert und der derzeitige Stand rekapituliert
werden soll. Bis Sonntag, 2.10.2011 verläuft die Tagung in drei thematischen Blöcken: Wirtschaftskrise &
EU-Institutionen, Staat/Recht und EU, EU im globalen Kontext. Die jeweiligen Referent_innen werden zusätzlich zu der
von ihnen üblicherweise in den Blick genommenen herrschaftskritischen Perspektive, weitere Achsen der Ungleichheit
einbeziehen.

Ausführliches Programm auf:
http://www.uni-marburg.de/fb03/politikwissenschaft/eipoe/aktuelles/events/akgeu2011





Archiv


*"Arbeitskreis Staatstheorie" am Institut für Sozialforschung FFM *

// Mittwoch, 06. Juli 2011, 18.00 Uhr (c.t.)
***/ Nach dem Kapitalismus. Perspektiven der Emanzipation oder: Das
Projekt Communismus anders denken /***

Vortrag und Diskussion mit Raul Zelik von der Universidad Nacional de
Colombia in Medellín

In den vergangenen Jahren haben sich verschiedene Krisendynamiken
verdichtet.Die Finanzmärkte sind kollabiert, der Klimawandel und die
Katastrophe von Fukushima führen vor Augen, dass das auf Erdöl und
Atomenergie beruhende Energiemodell nicht tragbar ist, und mit der
Protestbewegung in Spanien scheint auch die Politikform ´parlamentarische
Demokratie´ in Frage gestellt.

Raul Zelik analysiert die verschiedenen Krise und diskutiert soziale und
politische Transformationsstrategien. Besondere Aufmerksamkeit widmet er
dabei der Kritik des Staatssozialismus und der lateinamerikanischen
Linksregierungen, um schließlich für einen Paradigmenwechsel
emanzipatorischer Theorie zu plädieren. Dabei wird u.a. die Produktivität
der französischen Philosophen Gilles Deleuze und Félix Guattari sowie
staatskritischer Theorien in der Tradition Gramscis und Poulantzas
ausgelotet.
Zum Autor:

Raul Zelik, Dr.phil., ist Professor für Politik an der Universidad

Nacional de Colombia in Medellín. Er forscht zur Entregelung von
Staatlichkeit und zu den Transformationsprozessen in Südamerika
Das Buch "Nach dem Kapitalismus. Perspektiven der Emanzipation" ist im
VSA: Verlag (Hamburg 2011) erschienen.


*"Arbeitskreis Staatstheorie" am Institut für Sozialforschung FFM *

// Donnerstag, 09. Juni 2011, 18.00 Uhr (c.t.)
***/ The best journey of my life Migrationskontrolle und migrantische Strategien
vor den europäischen Grenzen in Marokko
/*** Vortrag und Diskussion mit Gerda Heck

Marokko, seit vielen Jahren als Auswanderungsland bekannt, hat sich in den letzten fünfzehn Jahren zu einem wichtigen
Transit- und Einwanderungsland für MigrantInnen aus der Subsahara gewandelt. Trotz verstärkter Migrationskontrolle,
durchqueren jährlich mehrere tausend Afrikaner aus der Subsahara Marokko auf ihren Weg nach Europa.
In dem Vortrag werden ich die Auswirkungen der europäischen Migrationspolitik auf die Situation der subsaharischen
MigrantInnen in Marokko, sowie, die Strategien der MigrantInnen auf ihrem Weg nach Europa beschrieben.
Zudem werden wird die dokumentarische Video-Installation zum Thema „The best journey of my life“ gezeigt.

Gerda Heck ist zur Zeit Postdoc-Stipendiatin im interdisziplinären Forschungsprojekt "Global Prayers.
Remdemption and Liberation in the City." das von der Viadrina Universität Frankfurt/Oder zusammen mit dem
Haus der Kulturen der Welt und metroZones e.V. - Center for Urban Auffaurs (Berlin) geleitet wird.
In den vergangenen Jahren hat sie verschiedenen Forschungsaufenthalten in Marokko zur Situation von
TransitmigrantInnen geforscht.

Im Institut für Sozialforschung (IfS), Sitzungssaal I

Senckenberganlage 26, 60325 Frankfurt am Main




"Arbeitskreis Staatstheorie" am Institut für Sozialforschung
***/ "Creating a smart border for the 21st century" - Zur Problematisierung von Grenzkontrollen als "border management"
Vortrag von und Diskussion mit Simon Sontowski


Aktuelle Veränderungen des Grenzregimes der USA zielen seit circa zehn Jahren darauf ab, eine "smart border", eine
intelligente und virtuelle Grenze einzurichten, die durchlässig für erwünschte Personen- und Warenmobilität ist,
gleichzeitig aber Bewegungen herausfiltert, die als unerwünscht oder riskant markiert werden. Verbunden mit dem Ziel, die
Grenze gleichzeitig "more open and more secure" zu machen (George W. Bush), ist dabei die Propagierung eines
technologieorientierten "border managements", das die U.S.-amerikanischen Grenzen auf eine spezifische Weise neu
problematisiert: Während vor allem die Grenze zu Mexiko noch in den 1990er Jahren als ein Ort imaginiert wurde, an dem
eine chaotische, von außen kommende Bedrohung abgewehrt werden müsse, wird die Aufgabe der Grenzkontrollpolitik
nun darin gesehen, globale Bewegungen effektiv zu steuern. Grenzkontrollen als ein Problem des Managements anzusehen,
ist jedoch hoch voraussetzungsvoll und alles andere als selbstverständlich, wie im Vortrag gezeigt werden soll.

Statt um eine militarisierte Festung Amerika handelt es sich bei der "smart border" eher um ein flexibles Grenzregime, das
Mobilität selektiv filtert. Mit biometrischen Identifizierungstechniken, integrierten Datenbanken und Risikokalkulationen
wurden Technologien eingeführt, von denen angenommen wird, dass sie eindeutig zwischen legitimen und illegitimen
Personen unterscheiden und somit umkämpfte Fragen der Bewegungsfreiheit technologisch lösen können.

Der Vortrag stellt verschiedene dieser vereindeutigenden Technologien vor und zeigt auf, wie durch diese die Subjektpositionen,
die die "smart border" zu sortieren vorgibt (seien es "illegal aliens", "risky suspects" oder "low-risk business travelers"), überhaupt
erst hervorgebracht werden.

Simon Sontowski studiert in Frankfurt am Main Politikwissenschaft, Soziologie und Humangeographie. In seiner
Magisterarbeit hat er den Versuch unternommen, die Veränderungen des Grenzregimes der USA im Sinne einer "smart border"
mit Hilfe differenztheoretischer Ansätze im Poststrukturalismus und Systemtheorie neu zu interpretieren.

Im Institut für Sozialforschung (IfS), Sitzungssaal I
Senckenberganlage 26, 60325 Frankfurt am Main.



"Arbeitskreis Staatstheorie" am Institut für Sozialforschung FFM

// Donnerstag, 28. April 2011, 18.00 Uhr (c.t.)

***/ Die Hohe See des Mittelmeers als "rechtsfreier Raum"? Kämpfe um die Institutionalisierung der Menschenrechte auf extraterritorialem Gebiet /***

Vortrag von und Diskussion mit Britta Leisering

Vor dem Hintergrund extraterritorialer Migrationskontrrollen wird in Europa derzeit rege gegen eine räumlich begründete Exklusion von Menschen aus dem Relevanzbereich des Rechts gestritten. Während die europäische Exekutive versucht, politische Hanldungsspielräume für Migrationskontrollen im und durch das Recht auszuweiten, bemühen sich Menschenrechtsbeobachter darum, Migranten und Flüchtlinge als Rechtssubjekte zu konstituieren und die Exekutivpolitik durch menschen- und flüchtlingsrechtliche Verpflichtungen einzuhegen. Die hier beobachtbaren kommunikativen Kämpfe werden durch die Aktualisierung von Sinnpotentialen im Recht geführt. Dabei wird das Recht als unabhängiger Sozialbereich genutzt, um eigene Standpunkte zu generalisieren, eigene Perspektiven universell zu setzen und damit Legitimität für Rechtsinterpretationen zu unterstellen.

Im Vortrag sollen Aushandlungsprozesse um den Umgang mit Migranten auf Hoher See auf Basis eigener empirischer Forschung beleuchtet werden. Theoretischer Ausgangspunkt ist die klassische wissenssoziologische Prämisse der Standortgebundenheit des Wissens, die zu einer konstruktivistischen Beschreibung der Perspektiven unterschiedlicher involvierter Akteure führt. Welche Sachlogiken stehen sich entgegen und werden durch welche Akteure vertreten? Wo spielen Menschenrechte überhaupt eine Rolle und wie erfolgreich sind die zivilgesellschaftlichen Bemühungen um die Institutionalisierung der extraterritorialen Menschenrechtsgeltung?

>> Britta Leisering (M.A.) studierte Geschichte, Anthropologie und Soziologie in Paris und Bielefeld. Im Jahr 2006 arbeitete sie als Fachreferentin für das französischsprachige Afrika und Asyl Afrika im deutschen Sektionsbüro von Amnesty International in Berlin. Zurzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Theoretische Soziologie an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld und promoviert zu Menschenrechten und Migrationskontrollen in der Transitzone des Pariser Flughafens Charles de Gaulle und auf der Hohen See des Mittelmeeres.
Mehr Infos: http://www.uni-bielefeld.de/soz/we/soztheorie/bleisering/

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"Arbeitskreis Staatstheorie" am Institut für Sozialforschung FFM"

*// Donnerstag, 10. März 2011, 18.00 Uhr (c.t.)*
Vortrag von und Diskussion mit Pia Eberhardt (Corporate Europe Observatory (CEO)


Geschätzte 15.000 Lobbyist_innen tummeln sich in Brüssel auf den Fluren der EU-Institutionen – 70 Prozent davon im Auftrag von transnationalen Konzernen und Industrieverbänden. Diese Kapitalinteressen können eine Reihe von exklusiven Einflusskanälen nutzen, über die sie institutionell in den EU-Entscheidungsprozess eingebunden sind.
Die Veranstaltung soll Einblicke geben in die Brüsseler Lobbyszene. Wer sind die relevanten Akteure? Welche Strategien verfolgen sie? Wie bringen sie sich ins regulatorische Alltagsgeschäft, wie in langfristige Projekte ein? Welche Relevanz hat Lobbyismus im politischen System der EU? Welche Auseinandersetzungen gibt es darum? Und wie lässt sich der Lobbydschungel Brüssel staatstheoretisch begreifen?

> > Pia Eberhardt ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet bei Corporate Europe Observatory (CEO), einer in Brüssel ansässigen Recherche- und Kampagnengruppe, die der Rolle von Konzernen in der EU-Politik auf den Grund geht und dafür eintritt, den Brüsseler Lobbydschungel zu lichten sowie den Einfluss von Kapitalinteressen auf EU-Politik zurückzudrängen.

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"Arbeitskreis Staatstheorie goes Klapperfeld"

// Donnerstag, 24. Februar 2011, 20.00 Uhr (c.t.)

***/ FRONTEX IN THE CENTRAL MEDITERRANEAN - Analyse der Nautilus' Joint-Operationen  /***

Frontex die Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den
Außengrenzen hat in den Jahren 2006-2009 Operationen mit
dem Namen Nautilus im zentralen Mittelmeer durchgeführt. Hauptziel dieser Missionen war es Migrant_innen an der Einreise nach Europa zu hindern, bzw. wenn dies nicht möglich war sie in ihre „Herkunftsländer“ abzuschieben. Mehrmals wurden diese von offizieller Seite für gescheitert erklärt, kurz darauf aber fortgesetzt. 2010 in fanden die Operationen keine Fortsetzung mehr: Grund waren politische Auseinandersetzungen zwischen Frontex und der Kommission und Malta und Italien andererseits.  
Wir werden in unserem Vortrag zeigen, dass die Frontex „Erfolgsgeschichte“ erste Risse bekommen hat, es aber nichtsdestotrotz keinen Grund zur Freude gibt.
Aber warum ist Nautilus wirklich gescheitert und gibt Frontex nun ihr Engagement im Mittelmeer auf? Diese und weitere Fragen werden wir versuchen zuklären.
Nach unserem Input würden wir uns über eine rege Disskusion freuen.

>> Sebastian Schaurer ist Diplom Politologe und hat bis Anfang 2011 an der Goethe Uni in Frankfurt Politikwissenschaften mit den Nebenfächern Soziologie und Sozialpsychologie studiert.

>> Fabian Wagner promoviert im "Staatsprojekt Europa" am Institut für Sozialforschung zur Grenzschutzagentur Frontex.


"Arbeitskreis Staatstheorie"

// Donnerstag, 03. Februar 2011, 18.00 Uhr (c.t.)
***/ Grenzschutzoperation unter der Ägide von Frontex

– Horizontale und vertikale Verwaltungskooperation und institutionelle Kontrolle – /***

Vortrag von und Diskussion mit Matthias Lehnert (Uni Münster)

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex hat einen weitreichenden Kompetenzkatalog und wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung und Durchführung des Grenzschutzes an den europäischen Außengrenzen. Die Grenzschutzoperationen werden aus juristischer Perspektive vor allem mit Blick auf menschen- und flüchtlingsrechtliche Implikationen diskutiert. Daneben werfen die unter der Ägide der Agentur durchgeführten Maßnahmen auch institutionelle Fragen auf. Zum einen finden in diesem Kontext Kooperationen horizontaler – unter Beteiligung mehrere Mitgliedstaaten – und vertikaler Art – zwischen der nationalen und unionalen Ebene – statt. Zum anderen agiert Frontex als Agentur unter weitgehender Selbständigkeit gegenüber den übrigen unionalen Institutionen. Der Vortrag will einen Einblick in die rechtliche Analyse und Kategorisierung dieser Fragestellungen geben.

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"Arbeitskreis Staatstheorie"

// Donnerstag, 20. Januar 2011, 18.00 Uhr (c.t.)

***/ Die Multiskalierung des Staates /***

Vortrag von und Diskussion mit Sebastian Wolff

Lange Zeit erkannten Vertreter_innen der materialistischen Staatstheorie
im Nationalstaat die zentrale räumliche Maßstabsebene der Regulation

gesellschaftlicher Widersprüche. Muss bereits bei der Betrachtung des

Fordismus kritisch eingehakt werden, ob diese räumliche Engführung auf

die nationalstaatliche Ebene nicht möglicherweise zu kurz greift, so

gilt es vor dem Hintergrund der sozio-ökonomischen Entwicklungen der

vergangenen drei Dekaden und der tektonischen Verschiebung der

räumlichen Dimensionen, diese endgültig über Bord zu werfen, will man

nicht vom Ballast des ›methodischen Nationalismus‹ auf den tristen Grund

eines verdinglichten, fetischisierten Raumverständnisses gezogen werden.

»Vonnöten ist demgegenüber ein multiskalarer Ansatz«, postuliert seit
einigen Jahren eine ganze Reihe kritischer Humangeograph_innen, die sich

seit den 1990er Jahren in einer Debatte über die politics of scale

befindet. Gesellschaftliche (Re-)Produktion und Regulation ereigne sich

nicht schlicht in einem a priori vorhandenen Raum, so deren

grundlegender Einsatz, vielmehr stehe Raum selbst als Resultat an deren

Ende und wirke von dort wiederum strukturierend auf gesellschaftliche

Entwicklung zurück. Es gelte also, den Raum als soziales Konstrukt, als

Ergebnis gesellschaftlicher Kämpfe zu begreifen, deren Austragung sich

(heute) auf einer Vielzahl unterschiedlicher räumlicher Maßstabsebenen

(scales) ereignen, die von der globalen und supranationalen über die

nationale, regionale, lokale oder Stadtteilebene bis hinunter zu jener

des individuellen Körpers ein breites Spektrum für den Einsatz

politischer und sozialer Strategien bieten.

Im Vortrag soll diese Forderung aufgenommen und einer produktiven
Auseinandersetzung mit Annahmen des Regulationsansatz sowie der

historisch-materialistischen Staatstheorie zugeführt werden. Die

Grundannahme besteht dabei darin, dass weder die uniskalare Verengung

des Blicks auf den Nationalstaat, noch eine multiskalare Perspektive,

welche die Problematisierung von Staatlichkeit aus ihrer Theoriebildung

verbannt und/oder der Beliebigkeit bei der Gewichtung räumlicher

Dimensionen verfällt, anstatt der nach wie vor besonderen Bedeutung des
Nationalstaates Platz einzuräumen, zu einer adäquaten Erfassung der
räumlichen Maßstäblichkeit sozialer und politischer Prozesse im

Postfordismus führen kann.

>> Sebastian Wolff studierte von 2002-2010 Politologie, Soziologie, Ethnologie und Sozialpsychologie in Frankfurt am Main mit dem Schwerpunkt materialistische Staatstheorie und stellt an diesem Abend seine Diplomarbeit vor. Zudem arbeitet er seit 2008 im Forschungsprojekt "Staatsprojekt Europa" zu den gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen und in weiterem Umfang zum Untersuchungsland Spanien.


"Arbeitskreis Staatstheorie"

// Donnerstag, 16. Dezember 2010, 18.00 Uhr (c.t.)
***/ Gewerkschaften und Europäische Integration aus Sicht der kritischen Integrationstheorie /***

/Vortrag von und Diskussion mit Prof. Dr. Frank Deppe/


Die deutschen Gewerkschaften haben die europäische Integration stets positiv begrüsst und sich darauf konzentriert, deren „soziale Dimension“ einzufordern. Andere - kämpferische - Gewerkschaften in Europa haben allerdings die EG/EU als „kapitalistisches Projekt“ kritisiert und sich dafür eingesetzt, dass ihre Länder nicht der EG/EU beitreten oder sogar wieder aus ihr austreten.

Dieser Arbeitskreis Staatstheorie wird daher die Möglichkeit bieten folgende Fragen zu diskutieren: Inwieweit reagieren die Gewerkschaften in der EU strategisch auf die Globalisierung und Europäisierung als neue Stufe der Internationalisierung? Welche länderübergreifenden Ansätze der Kooperation gibt es und welche soziale Mobilisierung hat im Hinblick auf die Erweiterung und Vertiefung der EU stattgefunden? Wie setzen sich die Gewerk-schaften damit auseinander, dass Prozesse der Europäischen Integration ihre politische Handlungsmacht eher geschwächt haben?

>> Frank Deppe war 1972 bis 2006 Professor für Internationale Politische Ökonomie mit Schwerpunkt Europäische Integration in Marburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. Politische Theorie, die Geschichte und Politik der deutschen und der internationalen ArbeiterInnenbewegung sowie die Europäische Integration und Inter-nationale Politische Ökonomie.

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"Arbeitskreis Staatsheorie"

*// Donnerstag, 09. Dezember 2010, 18.00 Uhr (c.t.)
***/ Rescaling border control. Die Agentur und die südlichen Außengrenzen der EU /***

/Vortrag von und Diskussion mit Dipl. Soz Fabian Wagner/


Die von Frontex koordinierten Grenzschutzaktivitäten an den südlichen Außengrenzen der EU haben den eigentümlichen Effekt, dass sie sich gerade nicht als Harmonisierung und Europäisierung der EU-Grenzkontrollpolitik zeigen, vielmehr verdeutlichen die großen Operationen wie Hera vor den Kanaren, Nautilus im zentralen Mittelmeer und Poseidon in der Ostägäis, die Kontingenzen und Brüche in diesem Prozess und zeigen zugleich wie fragil die Rolle Agentur sein kann. Ziel des Vortrags soll es sein diese widersprüchlichen Effekte zu illustrieren, weiterhin wird versucht eine erste theoretische Verortung und Einschätzung vorzulegen und zu diskutieren.

>> Fabian Wagner promoviert mit einem Stipendium der Frankfurt Graduate School for the Humanities and Social Sciences zur Konstitution der europäischen Grenzschutzagentur Frontex. Assoziierter Mitarbeiter des DFG-Forschungsprojektes „Staatsprojekt Europa“ am Institut für Sozialforschung, Frankfurt am Main


"Arbeitskreis Staatstheorie"

*** Montag, 22. November 2010, 18.00 Uhr (c.t.)
*** "/*No Border lasts forever"*/


Vortrag von und Diskussion mit Hagen Kopp (kein mensch ist illegal/ hanau)


"No Border lasts forever" - mit diesem doppeldeutigen Titel war im Mai
2010 ein Aufruf des Netzwerks "Welcome to Europe" überschrieben (siehe
http://www.noborder.org/item.php?id=467 ).
Damit wurde zur Beteiligung an einer Kette transnationaler Aktivitäten
für globale Bewegungsfreiheit aufgerufen. Mit der gleichen Überschrift
wird aktuell auch zu einer bundesweiten antirassistischen Konferenz
eingeladen, die vom 10. bis 12. Dezember in Frankfurt stattfinden wird.
Hagen Kopp wird die Entwicklungen im Noborder-Netzwerk skizzieren, über
aktuelle Kampagnen und Schwerpunkte berichten und dabei auf Stärken,
Schwächen sowie Perspektiven der transeuropäischen Solidarität gegen das
tödliche EU-Grenzregime zu sprechen kommen.

> Hagen Kopp von der Gruppe kein mensch ist illegal in Hanau beteiligt
sich seit 1996 aktiv an der europäischen Vernetzung migrationsbezogener
Initiativen.

 


"Vortrag"

10.11. 2010, 16:00h,

Vortag von Jens Wissel

"Die europäische Integration als staatstheoretische Herausforderung"

Universität Marburg, Forschungsgruppe Europäische Integration, Institut für Politikwissenschaft. Raum 03E03 (E Turm, 3. Sock)


25. KONGRESS DER DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR SOZIOLOGIE

DIENSTAG, 12.10.2010, 14.15  17.00, HZ 12
AD HOC GRUPPE

GRENZE, KONTROLLE UND TERRITORIALITÄT IN EUROPA UND NORDAMERIKA

ORGANISATION: SONJA BUCKEL  FRANKFURT/Frankfurt / STEFFEN MAU BREMEN

 

Christof Roos (Bremen): Die Entwicklung einer selektiven EU-Migrationspolitik. Wie zwischen Mitgliedstaaten und EU-Institutionen diff erenzierte Rechte für Migranten ausgehandelt werden

Lena Laube (Bremen): Die räumliche Verlagerung der Grenze. Kann aus Sicht von Experten die neue Grenze alte Funktionen territorialer Kontrolle übernehmen?

Sonja Buckel (Frankfurt/Wien) / John Kannankulam (Frankfurt): Staatsprojekt Europa – Hegemoniale Kämpfe um europäische BürgerInnenschaft in der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs

Jens Wissel (Frankfurt): Entgrenzung der Migrationskontrolle. FRONTEX und das neue europäische Grenzregime


"Tagung"

08.07. -09.07. 2010 Tagung der Universität Wien: Regulationstheorie in der Krise?

Donnerstag 08.07. 10:00 bis 12:30, Panel I: Krise der Regulationstheorie?

Vortag von Jens Wissel gemeinsam mit Thomas Sablowski: Zur Kritik der Kritik der Regulationstheorie


"Konferenz"

3. -4. Juni, Konferenz des Jenaer Zentrums für interdisziplinäre Gesellschaftsforschung an der Friedrich-Schiller-Universität
Ort: JenTower

Wege aus der Krise. Dynamiken & Grenzen des Kapiatlismus

Panel 1
3. Juni, 10:30h - 12:00h
Podiumsdiskussion: "Rückkehr des Staates" mit Jens Wissel u.a.


"Konferenz"
5. bis 8. Mai 2010 in Berlin

Deutschland und Europa: Grenzen und Grenzgänge(r). Interdisziplinäre DAAD-Konferenz mit Beteiligung der Zentren für Deutschland- und Europastudien. www.daad.de/des

In Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin (WZB)

Die Konferenz findet am
Wissenschaftszentrum Berlin (WZB), Reichspietschufer 50, 10785 Berlin (www.wzb.eu) statt.

Präsentation: "Frontex und die Entstehung eines europäischen Grenzregimes" von Jens Wissel am Freitag, 7.5. 2010, 9:00 - 10:30 auf dem Podium "Transformation von Staatlichkeit"


"Arbeitskreis Staatstheorie"
Donnerstag, 15. April 2010, 18.00 Uhr (c.t.)

Kritik der Politik als Politikwissenschaft?  Zur materialistischen Staatstheorie von Johannes Agnoli
Referent: Jan Schlemermeyer (Frankfurt am Main)

In den aktuellen Debatten der materialistischen Staatstheorie sind die Überlegungen von Johannes Agnoli kaum noch Thema. Wenn überhaupt, wird auf seine Zeitdiagnose „Die Transformation der Demokratie“ verwiesen, eine Auseinandersetzung mit seinem weitergehenden staatstheoretischen Konzept bleibt jedoch aus. Im Gegensatz zu den breit rezipierten, hegemonietheoretischen Überlegungen von beispielsweise Nicos Poulantzas scheint Agnolis Ansatz einer „Kritik der Politik“ (Agnoli) ungeeignet für eine Analyse der aktuellen Transformationsprozesse (demokratischer) Staatlichkeit zu sein. Ein Grund dafür dürfte sein, dass er im Verdacht steht, ein – wenngleich bemerkenswert wortgewaltiges – Anhängsel der Staatsableitungsdebatte der 1970er Jahre zu sein und deren Funktionalismus zu teilen. Darüber hinaus hat Agnoli sich aber auch selbst nie besonders darum bemüht, seine Arbeiten für wissenschaftliche Debatten aufzubereiten.

Gleichwohl lassen sich seine Überlegungen für die aktuellen Herausforderungen der materialistischen Staatstheorie nutzbar machen. Eine Systematisierung von Agnolis Überlegungen verweist dabei nicht nur auf Widersprüche und blinde Flecken bei Agnoli selbst, sondern vielmehr auch auf die ungeklärten Fragen einer materialistischen Gesellschaftstheorie als Ganzer. Denn sie erfordert, insofern sie die bekannte Gegenüberstellung von Funktionalismus und Handlungstheorie nicht einfach wiederholen will, eine Reformulierung  grundlegender materialistischer Analysen der kapitalistischen Gesellschaft. Im Vortrag soll in diesem Sinne auf der Grundlage wertkritischer Überlegungen (u.a. von Moishe Postone) ein mögliches Konzept der Transformation demokratischer Staatlichkeit skizziert werden. Die kapitalistische Gesellschaft ist demnach entlang des immer zugleich politischen und ökonomischen Gesamtprozesses ihrer Reproduktion, dem Veränderung und – relative – Kontingenz nicht entgegengesetzt, sondern vielmehr immanent ist, zu analysieren. Diskutiert werden soll, inwiefern sich mit diesem Ansatz die älteren und neueren Veränderungen demokratischer Staatlichkeit adäquat begreifen lassen.


"Arbeitskreis Staatstheorie"
Donnerstag, 11. März 2010, 18.00 Uhr (c.t.)
Gewerkschaften und die Europäisierung der Arbeitsbeziehungen
- Vortrag von und Diskussion mit Florian Rödl (IneT)


Der Ausgangspunkt der Initiative europäische Tarifautonomie (IneT; siehe anhängendes Papier) ist,
dass das "soziale Europa" weder auf die Politik noch auf die
Verfassungspolitik warten kann und darf. Denn beiden Politiken fehlt
nicht zuletzt schlicht ein hinreichender gesellschaftlicher Druck.
Im Innern resultiert gesellschaftlicher Druck mit Blick auf das Soziale
immer noch zentral von den organisierten Arbeitsbeziehungen. Ein soziales
Europa ist darum, so die These, auf eine Europäisierung der Arbeitsbeziehungen
angewiesen. Die Möglichkeiten dafür praktisch relevant auszuloten ist das
Anliegen de Papiers, die ersten ambivalenten Erfahrungen mit seiner Rezeption sind gemacht.


"Arbeitskreis Staatstheorie"
Donnerstag, 25. Februar 2010
, 18.00 Uhr c.t.
Input zur Diskussionseinführung durch Frieder Vogelmann

Kräfteverhältnisse und Machtbeziehungen

Die Diskussion zu »Kräfteverhältnisse« im internen Kolloquium vom 9.11.2009 konzentrierte sich auf den Zusammenhang von Kräfteverhältnissen, Interessen und Widersprüchen. Zwei Fragen standen dabei im Vordergrund: Einerseits war umstritten, inwieweit eine Analyse von Kräfteverhältnissen auf die Interessen von Individuen/Gruppen/Klassen gegründet sein muss, und wie sich diese Interessen feststellen lassen. Andererseits wurde diskutiert, inwieweit einander entgegengesetzte Kräfteverhältnisse einen Widerspruch verkörpern und welche Voraussetzungen der Begriff des Widerspruchs mit sich führt.

Angesichts dieser beiden schwer zu beantwortenden Fragen drängt sich die Alternative auf, die Kräfteverhältnisse anhand des Foucault’schen Machtbegriffs zu analysieren (um beides zu trennen, werde ich im Folgenden von Machtbeziehungen sprechen und diesen Begriff den Kräfteverhältnissen gegenüberstellen). Das würde bedeuten, mit beiden Konzepten zu brechen:

Als Grundlage der Diskussion dienen:

Foucault, Michel (2003 [1977]), »Vorlesung vom 14. Januar 1976 (Nr. 194)« in: Dits et Écrits III. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag, 231-250.

——— (2004), Geschichte der Gouvernementalität II: Die Geburt der Biopolitik. Vorlesungen am Collège de France (1978-1979). Übersetzt von Jürgen Schröder. Hrsg. von Michel Senellart. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag.

——— (2005 [1976]), Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit 1. Übersetzt von Ulrich Raulff und Walter Seitter. 15. Aufl. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag.


"Arbeitskreis Staatstheorie"
Donnerstag, 21. Januar 2010

18.00 Uhr c.t.

gemeinsam mit dem Forschungskolloquium von Thomas Lemke & Malaika Rödel

Projektvorstellung »DNA and Immigration: Exploring the social, political and ethical implications of genetic testing for family reunification«

Seit den 1990er Jahren haben viele Staaten die Möglichkeiten einer legale Einwanderung begrenzt. Der Wechsel in der Migrationspolitik wirkt sich auch auf Regelungen zur Familienzusammenführung aus, die in der EU den größten Anteil der legalen Migration bildet. So setzen einige Staaten zunehmend DNA-Analysen zum Nachweis der Familienzugehörigkeit in Einwanderungsverfahren ein. Das Projekt vergleicht die Praxis in den Ländern Finnland, Deutschland und Österreich und untersucht die sozialen, politischen und ethischen Implikationen der Einführung von DNA-Analysen in Einwanderungsverfahren.


"Arbeitskreis Staatstheorie“
Donnerstag, 14. Januar 2010, 18.00 Uhr (c.t.)

Vortrag von Linda Supik (Uni FFM): Counting by ‘race’? Die Frage nach Ethnizität in der englischen Volkszählung


Die Konstruktion ethnischer Kategorien ist bedeutsam im Zusammenhang der Messung von Diskriminierung, die eine Aufgabe für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union darstellt. Als Beispiel wird das immer komplexer werdende Ethnizitätskonzept der amtlichen Statistik für England und Wales vorgestellt, in der Ethnizität als Sammelbegriff für nationale Identität, ethnische Gruppe, Sprache und Religionszugehörigkeit aufgefasst wird. Die statistische Erfassung als zentrale Regierungstechnik zwingt der Ethnizität ihre eigene Logik auf, die einige neue, unintendierte und sogar paradoxe Effekte hervorbringt. Dieser Vortrag soll die Konstruktion von Ethnizität durch den Zensus sichtbar machen. Während die amtliche Statistik eigentlich als neutrales Instrument dazu dienen soll, das Gesamte der ‚Bevölkerung’ sichtbar und damit regierbar zumachen, und konkret vor Diskriminierung zu schützen, bildet der Zensus Kategorien entlang von Differenzlinien, die denen der Diskriminierung und Benachteiligung ähnlich sind.

Linda Supik ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am FB03, und promoviert mit einer Analyse der Ethnizitätsfrage im britischen Zensus, aus der der Vortrag Zwischenergebnisse vorstellt.


 


"Arbeitskreis Staatstheorie"
10. Dezember 2009, 18.00 Uhr c.t.

»Von der impliziten Werttheorie zur expliziten Revolutionstheorie im Postoperaismus« - Philipp Metzger,  Uni Frankfurt

Vorgestellt wird die Diplomarbeit von Philipp Metzger, in welcher er die Werttheorie von Michael Hardt und Antonio Negri sowie die zugrundeliegenden geschichtsphilosophischen Prämissen analysiert. Angesichts der zunehmenden Bedeutung ›immaterieller Arbeit‹ im postfordistischen Kapitalismus, so die These der Autoren, scheint sich die Frage nach der Gültigkeit des Marxschen Wertgesetzes zu stellen. Die Marxsche Werttheorie analysiert die Kategorie des Wertes als soziales Verhältnis und damit kapitalistische Vergesellschaftung als strukturell antagonistische. Die Frage nach dem Wert und die Debatte über die Werttheorie bewegen sich daher im Spannungsfeld von Struktur und Handlung. Michael Hardt und Antonio Negri kommen zu dem Fazit, dass das Wertgesetz, wonach Arbeitszeit Wert bildet, angesichts der neuen Produktivkräfte revidiert werden müsse. Dabei folgt  aus ihrer Analyse einer neuen fragmentarischen Werttheorie, dass die immaterielle Arbeit das Potenzial für eine Art »spontanen Kommunismus« bereithalte. Diese Analysen werden darstellt und mit einer kritischen Darstellung konfrontiert. Der Referent stellt in diesem Kontext seine These vor, wonach die Autoren zu ihre Analyse nur aufgrund ihrer ultra-substanzialistischen Interpretation des Marxschen Wertgesetzes und einer verkürzten Technikkritik kommen konnten.


"Arbeitskreis Staatstheorie"
Donnerstag 22. Oktober 2009 18.00 Uhr (c.t.)
Vortrag von Olaf Rother (Uni Ffm)
Internationalisierte Staatlichkeit im transnationalen Raum – Autoritärer Etatismus und Strukturen europäischer Migrationspolitik?


Mit Schengenland entwickelt sich die europäische Union zu einem Projekt europäischer Innenpolitik. Diese Entwicklung weist eindeutig über die Integration eines gemeinsamen europäischen Marktes hinaus und geht zum Beispiel mit der Kontrolle der europäischen Außengrenzen, der Zuwanderungs- und Asylpolitik sowie der polizeilichen und justiziellen Zusammenarbeit einher. Die Struktur Schengenlands birgt die Gefahr einer steigenden Tendenz von ‚illiberal practices in liberal regimes’ weiter Vorschub zu leisten, wie unter anderem das CHALLENGE Forschungsprojekt festhält. Im europäischen Grenzschutzprojekt, so die zu Grunde liegende Hypothese, bestätigen sich diese Befürchtungen auf Grund der institutionellen Strukturen im Zusammenspiel verschiedener staatlicher Maßstabsebenen.

Die kritische Integrationsforschung hält indes fest, dass prominente theoretische Ansätze häufig Macht- und Herrschaftsasymmetrien ausblenden oder einzig auf staatliche Akteure reduzieren. Die Prozessorientierung, wie sie beispielsweise in governance Ansätzen dominiert, kann die Reproduktion von Herrschaftsstrukturen nicht in den Blick nehmen wie es (neo)materialistische Staatstheorie ermöglicht. Deshalb ist es sinnvoll bei der Erklärung der europäischen Integration – speziell im Kontext der Produktion eines Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts – staatstheoretische Ansätze aufzugreifen. Zudem bedeutet die Entwicklung der Europäischen Union auch für die Staatstheorie eine Herausforderung.

Nicos Poulantzas’ Staatstheorie zeichnet ein Fokus auf die Produktion von Räumen in kapitalistischen Produktionsverhältnissen aus und versucht auch die disziplinierende Normalisierung bei der Konstitution fragiler Gesellschaftsformationen in den Blick zu nehmen. Dabei befinden sich im Kontext der Internationalisierung der kapitalistischen Verhältnisse auch Strategien staatlicher Krisenbewältigung in der Krise. Die Analyse des autoritären Etatismus ist Ausdruck der theoretischen Stärke und Offenheit von Poulantzas Ansatz, gleichsam zeigen sich auch spezifische Probleme in Poulantzas’ staatstheoretischer Konzeption. Deshalb muss die theoretische Fundierung des autoritären Etatismus dreißig Jahre nach der Veröffentlichung von Poulantzas’ Staatstheorie überarbeitet werden. Autoritärer Etatismus als neue, autoritäre Form der Demokratie ist nicht mehr einzig im nationalstaatlichen Kontext denkbar. Eine Analyse der europäischen Grenzschutzagentur FRONTEX kann exemplarisch verdeutlichen, dass der autoritäre Etatismus ein nützliches Konzept zur Analyse inter- bzw. transnationaler quasi-staatlicher Entitäten bereithält.


"AK Staatstheorie"
Donnerstag, 08. Oktober 2009
, 18.00 Uhr c.t.
Vortrag von Sebastian Schipper

Stadt, Regulation und Gouvernementalität – Lokales Regieren in der unternehmerischen Stadt

Städte bzw. urbane Räume sind nicht nur als Orte der Anlage von Kapital in dessen krisenhaften Verwertungsprozess eingebunden, sie fungieren auch als Experimentierfelder zur Bearbeitung der internen Widersprüche kapitalistischer Gesellschaften. Seit Ende der 1980er Jahren konnte angesichts der neoliberalen Umstrukturierung der gesellschaftlichen Verhältnisse die unternehmerische Stadt zu dem primären Modell städtischer Entwicklung avancieren. Im Gegensatz zur Stadt als verwaltendem Organ des keynesianischen Wohlfahrtsstaates, ist es primäres Ziel unternehmerischer Stadtpolitik, die private Kapitalakkumulation durch die Verbesserung harter und weicher Standortfaktoren zu stimulieren.

Kontrovers diskutiert werden insbesondere die Ursachen des lokalen Transformationsprozesses, die entweder materialistisch in polit-ökonomischen Strukturveränderungen und (lokalen) Machtverhältnissen oder poststrukturalistisch in diskursiven Wissensordnungen, Rationalitäten des Regierens und Subjektivierungstechniken gesucht werden.

An diese Debatte anknüpfend wird Sebastian Schipper das Konzept seines Dissertationsprojekts vor- und zur Diskussion stellen und der Frage nachgehen, inwiefern sich polit-ökonomische Regulationstheorie und poststrukturalistische Gouvernementalitiy Studies nicht gegenseitig ausschließen, sondern theoretisch überzeugend kombinieren lassen, um die Transformationsprozesse unternehmerischer Stadtentwicklung erklären zu können. Darauf aufbauend soll empirisch am Beispiel von Frankfurt am Main untersucht werden, inwiefern sich lokale Praktiken und Rationalitäten des Regierens im Zuge von Krisen und gesellschaftlichen Umbrüchen seit 1965 transformiert haben. Insbesondere gilt es zu fragen, welche Auswirkungen die aktuelle Wirtschaftskrise und der damit einhergehende zumindest latente, hegemoniale Bruch mit neoliberalen Paradigmen auf lokales Regieren in Frankfurt am Main haben.


"Arbeitskreis Staatstheorie"
16.11.2009, 18.00 Uhr (c.t.)
Dr. Marco Aparicio Wilhelmi: Ausländerrecht, Ungleicheit und  Diskriminierung in Spanien


Innerhalb weniger Jahre hat sich Spanien von einem Auswanderungs- zu  einem Einwanderungsland entwickelt, der Anteil der migrantischen  Bevölkerung ist heute vergleichbar mit Ländern wie Deutschland und  Frankreich. Mit diesem Wandel einher gingen eine juristisch Regelung und  ein Ensemble von „Migrationspolitiken“, die auf die Unterstützung eines ökonomischen Entwicklungsmodells zielen, das Gesellschaft und Umwelt Kosten von strukturellem Ausmaß auferlegt. Der Vortrag will eine Annäherung an die Entwicklung des spanischen Ausländerrechts leisten und so eine Debatte über die Bedingungen der Herstellung tatsächlich inklusiver Demokratien öffnen.

Derecho de extranjería, diferencia y discriminación en España

En pocos años España ha pasado de ser un país de emigración a alcanzar porcentajes de población inmigrada semejantes a los de países como Alemania o Francia. Ese cambio ha venido acompañado de una regulación  jurídica y de un conjunto de políticas "migratorias" dirigidas a  favorecer un modelo de desarrollo económico que implica unos costes sociales y ambientales de dimensiones estructurales. La conferencia  propone una aproximación a la evolución de la normativa española sobre  extranjería con el objetivo de abrir un debate sobre las condiciones necesarias para la construcción de democracias verdaderamente inclusivas.


"Konferenz"
3. - 5. Dezember 2009
Konferenz "Rückkehr der Gesellschaftstheorie. Kritische Sozialforschung im Widerstreit"


Hamburger Institut für Sozialforschung, Institut für Sozialforschung Frankfurt, SFB Reflexive Modernisierung München

Präsentation des Forschungsprojektes: 4. Dezember 2009, 13.30 Uhr: Metamorphosen der Staatlichkeit: Jens Wissel


"Tagung"
13. - 15. November 2009
Herbsttagung des Netzwerks Migrationsrecht: "Der Status von Unionsbürgern und Drittstaatsangehörigen in der EU: eine Annäherung?"

Vorstellung des Forschungsprojekts:  John Kannankulam und Jens Wissel
Vorstellung der Fallstudie zu den sozialen Rechten von Unionsbürger_innen: Sonja Buckel


"Treffen"
Netzwerktreffen kritische Migrations- und Grenzregimeforschung

Hamburg, 23.-25. Oktober 2009


Workshop "kritische Europaforschung":  Sonja Buckel


Vorstellung des Projektes im Rahmen der 'Gegenuni' im Institut für vergleichende Irrelevanz
Kettenhofweg 130, Uni Campus Bockenheim, 60325 Frankfurt am Main
02. November 2009, 16.00 Uhr